PERSPEKTIVEN

Medizin weiterdenken.

Artikel & Perspektiven,
Gedanken und Standpunkte finden sie hier.

Im Fokus finden sie immer den aktuellsten Artikel, weiter unten alle älteren.

Dr. Kostja Steiner im ärztlichen Umfeld

DREI THEMEN. EINE FRAGE.

Wie gestalten wir eine Gesundheitsversorgung, die auch morgen trägt?

01

Führung

Medizinische Qualität entsteht nicht allein durch hervorragende Medizin. Sie braucht Organisationen, in denen Menschen Verantwortung übernehmen können, Orientierung haben und gut zusammenarbeiten. Mich beschäftigt, wie Führung genau diese Voraussetzungen schaffen kann.

02

Innovation

Neue Technologien sind kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie Ärztinnen und Ärzte unterstützen, Abläufe verbessern und letztlich zu einer besseren Versorgung beitragen. Mich interessiert Innovation dort, wo technologische Möglichkeiten auf klinische Realität treffen.

03

Versorgung

Patientinnen und Patienten erleben keine Sektoren, Abteilungen oder Zuständigkeiten. Sie erleben ganz einfach eines: ob Versorgung funktioniert. Deshalb müssen wir Gesundheitsversorgung stärker über Organisationsgrenzen hinweg denken – regional, vernetzt und resilient.

GEDANKEN & STANDPUNKTE

Aktuelle Perspektiven.

Österreichisches Gesundheitssystem

52 Milliarden Euro für Gesundheit – und trotzdem fehlt Geld am richtigen Ort?

Österreich gibt mehr als 52 Milliarden Euro für Gesundheit aus. Doch unterschiedliche Finanzierungslogiken können sinnvolle Patientenwege erschweren. Warum wir weniger in Sektoren und stärker in regionaler Versorgung denken sollten.

„Wir versuchen Patienten sektorenübergreifend zu versorgen, finanzieren aber weiterhin stark entlang institutioneller Grenzen.“

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Gesundheitspolitik

Mehr Gesundheitsdaten sind noch keine bessere Gesundheitsversorgung

Seit Juli 2026 werden Diagnosen auch im niedergelassenen Bereich österreichweit strukturiert erfasst. Das schafft neue Möglichkeiten für die Versorgungsplanung – doch ICD-Codes bilden komplexe Patienten nur begrenzt ab. Entscheidend ist, ob aus mehr Daten bessere Entscheidungen entstehen.

Mehr Gesundheitsdaten sind noch keine bessere Gesundheitsversorgung. Entscheidend ist, ob aus Dokumentation bessere Entscheidungen für Patienten entstehen.

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Versorgung

Wenn das Spital selbst zum Risikopatienten wird

Versorgungssicherheit wird meist an Personal, Betten und Wartezeiten gemessen. Doch was nützen Behandlungskapazitäten, wenn Gebäude überhitzen, Technik ausfällt und Beschäftigte gerade dann an ihre Grenzen geraten, wenn besonders viele Menschen Hilfe benötigen?

Was nützt ein freies Spitalsbett, wenn das Zimmer überhitzt, die Technik an ihre Grenzen gerät und das Personal unter Extrembedingungen arbeiten muss? Versorgungssicherheit braucht neben Personal und Betten auch klimaresiliente Infrastruktur.

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Versorgung

Standardkrankenanstalten sind DIE regionalen Gesundheitsdrehscheiben

Warum Österreichs Spitalslandschaft starke Standorte, klare Schwerpunkte und vernetzte Versorgung braucht

Durch klare Schwerpunkte, sinnvolle Einheitengrößen, Ambulantisierung und Vernetzung der Versorgung sichern regionale Krankenhäuser die Versorgung und entlasten Zentralspitäler.

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Versorgung

Gesundheitsversorgung ohne Grenzen: Was Schärding und Passau über regionale Versorgungssicherheit zeigt | Dr. Kostja Steiner

Die grenzüberschreitende Kooperation zwischen dem Klinikum Schärding (Österreich) und der Kinderklinik Dritter Orden Passau (Deutschland) in der Neugeborenenversorgung sorgt elegant Versorgungssicherheit in einer ganzen Region.

Wer Patientiinnen und Patienten gut versorgen will, muss über organisatorische Grenzen hinaus wachsen und in Netzwerken denken.

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Versorgung

Ein Krankenhaus ist mehr als die Summe seiner Fälle

Rund 500 Krankenhäuser sollen sich in Deutschland in einer wirtschaftlich vergleichbar schwierigen Lage befinden. Ein Artikel der deutschen Bild vom 22.08.2026 beschreibt unter anderem das St.-Josef-Krankenhaus in Prüm, ein kleines Haus der regionalen Grundversorgung. Nur rund 5.000 stationäre Patientinnen und Patienten werden dort pro Jahr behandelt. Gleichzeitig müssen Personal, Infrastruktur und medizinische Kompetenz rund um die Uhr verfügbar sein. Genau darin liegt ein grundlegendes Problem.

Personal, Infrastruktur und medizinische Kompetenz müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Genau darin liegt ein grundlegendes Problem!

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Führung

Medizin braucht Führung

Hervorragende Einzelpersonen allein ergeben noch keine hervorragende Organisation. Warum medizinische Qualität Rahmenbedingungen braucht, die Verantwortung ermöglichen.

Gute Führung organisiert nicht Medizin von oben. Sie schafft die Bedingungen, unter denen Menschen gemeinsam gute Medizin leisten können.

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Innovation & AI

Innovation beginnt mit dem Problem – nicht mit der Technologie

Digitalisierung und AI schaffen enorme Möglichkeiten. Wirklicher Fortschritt beginnt jedoch nicht mit einer Technologie, sondern mit einem Problem, das es wert ist, gelöst zu werden.

Gute Innovation beginnt nicht mit einer Lösung. Sie beginnt mit einem relevanten Problem.

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Versorgung

Das Krankenhaus endet nicht an seiner Eingangstür

Patientinnen und Patienten erleben keine Sektoren und Zuständigkeiten. Warum Krankenhäuser stärker als Teil eines regionalen Versorgungsnetzwerks gedacht werden müssen.

Unsere organisatorischen Grenzen dürfen nicht zu den Versorgungsgrenzen unserer Patientinnen und Patienten werden.

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Versorgung

Versorgungssicherheit beginnt vor dem Notfall

Resilienz zeigt sich in der Krise. Entstehen muss sie lange davor. Warum Versorgungssicherheit bei Menschen, Strukturen und Zusammenarbeit beginnt.

Resilienz zeigt sich in der Krise. Aufgebaut wird sie im Alltag.

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Innovation & AI

AI im Krankenhaus ist kein IT-Projekt

Künstliche Intelligenz wird die Medizin verändern. Entscheidend ist aber nicht, was technisch möglich ist – sondern was klinisch sinnvoll ist. Warum AI im Krankenhaus vor allem eine Führungsaufgabe ist.

Die Zukunft der Medizin wird technologischer werden. Die Verantwortung dafür, wie wir diese Technologie einsetzen, bleibt menschlich.

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AUSTAUSCH

Im Austausch entstehen neue Perspektiven.

Viele Herausforderungen im Gesundheitswesen lassen sich nicht aus einer einzigen professionellen oder organisatorischen Perspektive lösen. Deshalb interessieren mich unterschiedliche Sichtweisen – aus Medizin und Pflege, Management und Technologie, Politik und Gesellschaft. Ich schreibe und spreche über diese Themen, um Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und Diskussionen anzustoßen.